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Liebe Genoss:innen,
liebe Freund:innen,
Am 10. Juli ist Esther Bejarano, die deutsch-jüdische Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau, verstorben. Ich bin bestürzt und traurig über Esthers Tod. Sie war für mich eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten, die ich je kennenlernen durfte. Als Mensch, als Künstlerin und als Antifaschistin hat sie mich berührt und geprägt. Sie hat die Menschen stets daran erinnert niemals zu vergessen. Esther wurde am 15. Dezember 1924 als Esther Loewy in Saarlouis geboren. Ihr Vater war jüdischer Lehrer und Kantor. Ihre Eltern wurden 1941 von den Nazis in Litauen ermordet, sie selbst musste in einem Lager Zwangsarbeit leisten, bevor sie Anfang 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Esther konnte nur überleben, weil sie im Mädchenorchester des Lagers Akkordeon spielte. Nach dem Krieg ging sie nach Israel, kam aber 1960 zurück nach Deutschland und zog nach Hamburg. Erst am 8. Mai diesen Jahres hat sie bei einer Gedenkkundgebung zum Tag der Befreiung einmal mehr ihre Geschichte erzählt – die Geschichte vom Überleben in Auschwitz und die Geschichte eines langen Lebens im Kampf gegen Nazis, Rechtsextremismus und Hass. Ihr Andenken ist ein Ansporn für uns alle: Niemals aufgeben im Kampf gegen den Faschismus!
EstherBejarano
Im Juli erfasste eine tragische Flutkatastrophe NRW und Rheinland-Pfalz, welche uns die Folgen des Klimawandels nun auch in Deutschland unausweichlich vor Augen führt. Mindestens 170 Menschen haben ihr Leben in den Fluten verloren, noch immer werden Menschen vermisst – mein aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen und Freunde der Verstorbenen und schnellstmögliche, vollständige Genesung den Verletzten. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiter:innen der Rettungsdienste, den Ersthelfer:innen und allen Freiwilligen, die ihr Leben riskierten, um Menschen in Not zu helfen.
Hochwasser_ZaklinNastic
Die Menschen vor Ort stehen jetzt vor dem Nichts.
Ihnen gebührt die volle Solidarität des ganzen Landes und ihnen muss mit staatlicher Unterstützung schnellstmöglich geholfen werden. Lange schon stehen radikal bessere Sozial- und Klimapolitik auf der Agenda. Aber statt wohlfeil vorschneller Ursachendeutung wirft auch die Aufklärung vor der Überschwemmung doch Fragen auf: Wurden politisch genügend Maßnahmen zum Hochwasserschutz getroffen, wie u.a. die „Risikoanalyse zum extremen Schmelzhochwasser“ aus dem Jahr 2012 warnt und vorgibt? Bereits im September 2020 beim bundesweiten Warntag hatte sich angedeutet, dass viele deutsche Kommunen nur noch unzureichend für den Katastrophenschutz gewappnet sind. Kam das Hochwasser in diesem Ausmaß für Expert:innen und politische Verantwortliche wirklich derart überraschend? Ich habe bei der Bundesregierung nachgefragt und warte auf Antworten.

DIE LINKE hat im Juni den bekannten türkischen Journalisten, Buchautor und ehemaligen politischen Gefangenen Can Dündar, bei der Öffentlichen Anhörung zur Menschenrechtslage in der Türkei im Bundestag, als Sachverständigen eingeladen. Auf dem YouTube-Kanal der Linksfraktion wurde seine Rede veröffentlicht. Hier könnt ihr sie euch anschauen.

Die CDU befindet sich auf schwarzbraunem Krawallkurs: Bundestagskandidat Christoph de Vries schwadroniert vom 'genuin deutschen Volk', nachdem Hamburgs CDU in der Vorwoche gegen gendergerechte Sprache und gegen Hamburgs Muslim:innen vorgegangen ist.
Wenn ein CDU-Bundestagskandidat anfängt, über das 'genuin deutsche Volk' zu faseln, ist das 'genuin' dummes Geschwätz. Die Äußerungen von de Vries sind ein Schlag ins Gesicht für alle Hamburger:innen mit Migrationsgeschichte. De Vries' Aussage ist rassistisch und er schmeißt sich billig an AfD-Hassschleudern ran. Ich habe mich dazu gegenüber der MoPo geäußert. Hier könnt ihr den Artikel lesen. Ebenfalls zitiert im Artikel des RND.

Bereits seit vier Jahren setze ich mich im Bundestag für Menschenrechte ein.
Hier findet ihr ein kurzen Zusammenschnitt meiner Reden der vergangenen Monate.

Am 30. Juli war der internationale Tag gegen Menschenhandel. Auch in Deutschland gibt es Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung, etwa in der häuslichen Pflege, der Fleisch- & Paketbranche, ermöglicht durch Subunternehmerketten und Werkverträge. Eine Politik gegen Menschenhandel muss sich an den Menschenrechten orientieren und die Rechtsansprüche der Betroffenen ins Zentrum rücken. In Deutschland wird sich noch zu sehr auf die strafrechtliche Verfolgung der Täter konzentriert und Opferschutz (wie Aufenthaltsrechte) von Aussagen im Strafverfahren gegen die Täter abhängig gemacht. Dabei würde eine gestärkte Position der Opfer auch bei der Strafverfolgung helfen. Dazu muss das Non-Punishment-Prinzip in Deutschland konsequent umgesetzt werden und die Beratungsstellen für Betroffene müssen gestärkt werden! Der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Hier könnt ihr die Pressemitteilung lesen.

Auf ein baldiges Wiedersehen!

Mit solidarischen Grüßen

Eure Żaklin

(Kein) Wasser für Hamburg – zur Wiedereröffnung der öffentlichen Wasserspender

(Kein) Wasser für Hamburg – zur Wiedereröffnung der öffentlichen Wasserspender
In Hamburg sollen die öffentlichen Wasserspender wieder eröffnet werden, die aufgrund der Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr geschlossen wurden. Die Gesundheitsbehörde befürwortet dies, da das Risiko von Schmierinfektionen mit Covid-19 überschaubar ist und die Anlagen regelmäßig gereinigt werden. Hamburg ist, was öffentliche Trinkwasserspender angeht, im internationalen Vergleich beklagenswert unterversorgt. In der Hansestadt stehen gerade mal fünf jämmerliche Wasserspender, nachdem …
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Reiche endlich in die Pflicht nehmen!

Reiche endlich in die Pflicht nehmen!
Es läuft etwas grundlegend schief in unserem Gesellschaftssystem, wenn einzelne Menschen ungeheuerlichen Reichtum anhäufen, während Millionen von Menschen gleichzeitig in Armut leben. Es darf nicht sein, dass weltweit 821 Millionen Menschen hungern, während ein Einzelner immer reicher wird. Wenn sich die aktuellen Entwicklungen fortsetzen, werden am Ende dieses Jahrzehnts 840 Millionen Menschen hungern. Durch die Coronakrise wird diese Problematik nur …
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Freiheit für Julian Assange!

Freiheit für Julian Assange!
Nicht diejenigen, die Kriegsverbrechen aufdecken, gehören verfolgt und eingesperrt – sondern diejenigen die sie begehen und in Auftrag geben! Heute ist der 50. Geburtstag von Julian Assange. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute an diesem Tag und hoffe, dass er bald endlich wieder in Freiheit leben kann. Es ist kaum zu fassen, dass der #Wikileaks-Gründer den heutigen Tag eingesperrt im …
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Arbeitslosenzahlen

Presseschau

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Der HVV spricht in Zukunft vom "Fahren ohne gültigen Ticket" und das ist auch gut so. Während die CDU sagt, es gäbe kein Problem, habe ich mich unterstützend geäußert. Hier könnt ihr den Artikel lesen.
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Schon Anfang des Monats berichtete das Hamburger Abendblatt über den Wahlkampf in Zeiten der Corona-Pandemie. Es ging auch um die linke Kampagne zur Bundestagswahl. Hier geht es zu dem Artikel.

Termine:

4. August: Veranstaltung mit der ver.di-Seniorengruppe in Hamburg (10 – 13 Uhr)
4. August: Interview Irena-Sendler-Schule (18:45 – 19.30 Uhr)
7. August: Bundesweiter Haustür-Wahlkampf-Aktionstag
8. August: Sitzung des Landesvorstandes (11 – 16 Uhr)
11. August: Gespräch mit der Stadtteilschule Eidelstedt (am Vormittag)
11. August: Online-Diskussion "Verkäuferinnen sind mehr wert" der LAG Feminismus der Linken Hamburg (ab 18:30 Uhr)
12. August: Veranstaltung mit der Linksfraktion in der Hamburger Bürgerschaft zu Rüstungsexporten über den Hamburger Hafen
13. August: Gespräch mit dem Deutsch-Polnischen Verein (ab 18 Uhr)
14. August Wahlkampf-Fahrradtour Altona (12Uhr am Kundgebungspunkt)
14. August: Methfesselfest
16. August: „Handwerk trifft Politik“ – Online-Veranstaltung der Handwerkskammer Hamburg (18:30 – 20 Uhr)
17. August: Politisch-kultureller Potluck der International Peace Observers Network in Wilhelmsburg (ab 16 Uhr)
19. August: Podiumsdiskussion mit dem Landesfrauenrat Hamburg (18 – 19:30 Uhr)
19. August: Rotes Sommerkino im Schanzenpark (ab 20:30 Uhr)
20. August Fridays for Future (ab 19.00 Uhr)
21. August: Aktionstag "Wer hat, der gibt"
21. August: Rote-Zelte-Aktion in Dulsberg (15 – 18 Uhr)
22. August: Wahlkampfaktion auf dem Winterhuder Marktplatz (11 – 13 Uhr)
25. August: Sitzung des Landesvorstandes (ab 18:30 Uhr)
26. August: Inklusive Wahlveranstaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (16 – 18 Uhr)
30. August: Podiumsdiskussion „Lokstedter Gespräche“ am Gymnasium Corveystraße (ab 19:30 Uhr)

Termin-Seite auf der Homepage

Bei Schwierigkeiten, Fragen und Anregungen meldet euch bitte in meinem Berliner Bundestagsbüro oder meinem Hamburger Wahlkreisbüro.
Wahlkreisbüro Hamburg
Żaklin Nastić (MdB)
Burchardstr. 21
20095 Hamburg
Telefon: 040 / 236445-88
Kontakt: zaklin.nastic.wk@bundestag.de
Abgeordnetenbüro Żaklin Nastić (MdB)
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030 / 227-78031

Kontakt: zaklin.nastic@bundestag.de
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